Friday, 1 January 2016

Canberra

...Eigentlich hatten wir uns ja ursprünglich dafür entschieden, einige Nationalparks uns auf dem Weg anzugucken bis nach Melbourne. Irgendwie hat uns dann die Tage aber doch Morisset und Canberra mehr angesprochen. Wir wollten uns zumindest mal die Hauptstadt angucken. Niemand verliert beim Planen des Ostküsten-Trips irgendein Wort über Canberra oder es wird generell als langweilig eingestuft. Also wollten wir uns selbst ein Bild machen und das Kriegs-Denkmal und das Parlamentsgebäude klang gar nicht so unspannend. Also sind wir abends nach Morisset noch bis nach Canberra gefahren. Nach einer nervigen Suche nach Mecces haben wir einen freien Campingplatz direkt am Anfang von Canberra gefunden. Also eigentlich war es einfach ein Autobahnparkplatz aber man durfte dort schlafen. Morgens wollten wir uns das dann alles im Hellen genauer betrachten.
Als Erstes stand das Parliament House auf dem Plan. Sehr sympathisch war schon mal, dass man dort kostenlos parken durfte, genau wie am War Memorial auch. Das ganze Regierungsviertel an sich ist auf jeden Fall sehr beeindruckend. Im Parliament House sind wir eine Runde gegangen, haben uns die Säle und alles angeschaut und sind dann noch aufs Dach gefahren, von wo man auf ganz Canberra gucken kann. Canberra ist allerdings nur knapp so groß wie Bielefeld glaube ich.
Das war zumindest schon mal ganz interessant. Danach ging es dann rüber zum War Memorial. Und das ist auch definitiv das Highlight in Canberra. Da haben sich die Australier mal richtig Mühe gegeben. Die ganze Historie des 1. und 2. Weltkrieges war dort aufgeführt mit unfassbar vielen alten Sachen, die entweder noch aus dem Krieg selbst oder nachgebildet waren. Das alles dann noch etwas spezialisiert auf die Rolle der Australier dort. Sehr interessant, beeindruckend, aber auch traurig. Einzelne Szenen aus dem Krieg wurden in 3D mit Figuren nachgebildet, dass es täuschend echt aussah. Leider kann man gar nicht so sehr viel erzählen dazu. Ich habe nicht all zu viele Fotos gemacht, da ich es etwas unpassend fand. Die Asiasten haben da natürlich mal wieder gar keinen Scham. Eine ältere Asiatin hat vor jeder dieser 3D-Szenen ein Selfie gemacht. Aber naja... Zumindest haben wir uns überlegt, nachmittags noch einige Kilometer zu machen, damit wir uns die letzten Tage nicht abhetzen müssen.
Also haben wir uns einen schönen freien Platz in einer kleinen Stadt (Name vergessen) gesucht. Dort haben wir uns noch Nudeln gekocht und sind auch relativ früh schlafen gegangen. Morgens haben wir einige Meter von uns entfernt Deutsche getroffen, die auch nach Melbourne runter wollten. Zwei aus Bayern mal wieder...Dann haben wir erst noch zusammen gefrühstückt und rumgesessen und sind schließlich zusammen weitergefahren. Leider lag auf dem schnellsten Weg von Canberra nach Melbourne kein National Park mehr auf dem Weg, für den es sich nochmal gelohnt hätte. Deswegen sind wir, nachdem wir schon den halben Tag auf dem Campingplatz vertrödelt hatten, wieder circa 200-300km weiter gefahren und wollten nur ein paar Bier trinken. Auf dem BP Truckstop angekommen, hatten Dominik und Lukas allerdings etwas mehr Bier und noch Wein. Dementsprechend haben wir etwas mehr getrunken an dem Abend.. Und am nächsten Tag ging es schon weiter nach Melboooooourne!

Weg nach Canberra

7.000km Marke geknackt

Paliament House

nochmals von etwas näher

sehr schön...

auf dem Rooftop

Blick auf Canberra



Das War-Memorial

Vor dem War-Memorial



Diese 3D-Ausstellungen sind gemeint





Kleine Backpackerparty

Sunday, 27 December 2015

Lamington National Park & Känguruwiese

...Wie gesagt war der nächste Tag für den Lamington National Park geplant. Der sollte nicht all zu weit weg von unserer Route liegen und ich hatte einiges gutes darüber gelesen im Internet. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, aber davon wollten wir uns nicht abhalten lassen und sind mit der Hoffnung losgefahren, dass es dort dann vielleicht besser ist. Der Weg war schon mal ziemlich anspruchsvoll für unseren Van und nach 60min kurverei durch die Berge waren wir dann endlich am Ziel. Leider hatte das hoffen nichts gebracht, denn es hat immer noch geregnet. Naja, egal. Erst mal informiert über die Wanderwege und dann doch dazu entschlossen erst mal einfach loszugehen. Und dann sind wir 2-3 Stunden durch den Lamington National Park gelaufen, haben den Regenwald mal gesehen, ein paar schöne Aussichten und einen Blutegel abgestaubt. All zu viel darüber gibt es nicht zu schreiben. Aber der Regenwald war schon beeindruckend, besonders der Blick von oben drauf. Also es war sehr grün kann ich auf jeden Fall sagen. Als wir zurück waren haben wir noch einen Kaffee getrunken und uns dann wieder auf den Weg Richtung Melbourne gemacht. Bis dahin waren es aber noch über 2.000km...
Wir haben uns vorher ausgerechnet, dass wir circa 400-500km am Tag fahren sollten, damit wir noch genug Zeit in Melbourne haben bevor wir den Van abgeben und trotzdem nicht all zu viel am Stück fahren müssen. Unser nächstes Ziel war dann schon Morisset knapp 150km vor Sydney aus unserer Sicht. Wir hatten schon desöfteren im Hostel von einer Känguruwiese dort gehört, wo man umsonst Kängurus streicheln und mit ihnen Fotos machen kann. Circa 100km vor Morisset haben wir uns einen freien Campingspot gesucht und uns mit Johanna, einer Freundin aus Sydney, für den morgigen Tag verabredet. Die Duschen am Campingspot kamen uns mal wieder sehr gelegen.. Also morgens noch 100km gefahren, in Morisset etwas gefrühstückt, Johanna abgeholt und ab in den Park. Und ich war sooooooo begeistert. Erst haben wir die Kängurus gar nicht gefunden. Aber als wir sie dann entdeckt hatten und die Bock auf Möhren gekriegt haben, war es sooo geil. Diese Tiere sind einfach so zutraulich, so friedlich und einfach witzig wie sie einen immer angucken. Unfassbares Erlebnis. Wobei bei Cookies muss man aufpassen, die lieben sie ziemlich und dann kann man auch mal angesprungen werden :-D. Und einen kleinen Kängurukampf haben wir auch mitgekriegt aber Samu hat das sehr verantwortungsbewusst geschlichtet. Der weiß mit denen umzugehen. Und ich muss mich bei diesem einen Känguru bedanken für das beste Selfie, das ich jemals gemacht habe :-D
Also wie man sicherlich hört, hat es mir da ziemlich gut gefallen. Stand 28.12 jetzt fahren wir da in 2 Tagen auch nochmal hin mit Freunden aus Sydney.
Und dann ging es auch schon weiter in die Hauptstadt Canberra, die eigentlich vorher gar nicht auf dem Plan stand...

Regen in Lamington

Regenwaaald

Viel, viel Wald



unterwegs
Danke für dieses Bild, Bruder
Herr der Kängurus

Friday, 25 December 2015

Surfers Paradise & Brisbane

...Am nächsten Tag stand dann der Weg von Byron Bay nach Brisbane an. Da wir uns aber erst am Freitag mit Jule treffen konnten, haben wir uns dafür entschieden, uns ein wenig an der Goldcoast zwischen Byron Bay und Brisbane aufzuhalten. Also haben wir uns Surfers Paradise für einen Zwischenstopp am Tag entschieden. Was uns überrascht hat, ist, dass Surfers Paradise selbst eine richtige Skyline hat und gar nicht so klein ist wie wir dachten. Das ist auch so mit das coolste an Surfers. Am Donnerstag war auch nicht so schönes Wetter aber wir dachten uns, wenn wir schon mal in Surfers Paradise sind, müssen wir auch an den Strand gehen. Samu und Michi sind auch ins Wasser gegangen aber mir war es nicht warm genug dafür. Wir haben dann ein paar Stunden am Strand verbracht und sind dann noch zu McDonalds gegangen und haben (wie das Backpacker nun mal tun) am Strand eine gratis Dusche abgestaubt. Mir ist übrigens nicht ganz klar, wie die Stadt zu dem Namen Surfers Paradise gekommen ist. All zu viele Surfer waren an dem Tag nicht am Strand. Aber was solls, auf jeden Fall haben wir Surfers Paradise auch mal gesehen.
Nach dem Zwischenstopp haben wir noch ein paar Kilometer bis Brisbane gemacht, um dann 50km vor Brisbane auf einem freien Campingplatz zu übernachten. Diese Campingplätze haben uns schon so viel Geld erspart. God bless Australia! Naja, für Freitag hatten wir uns dann um halb 11 mit Jule und einer Freundin von ihr in Brisbane an der Lagune verabredet. Wir hätten nur niemals erwartet, wie schwierig es ist mit dem Van in einer Großstadt einen Parkplatz zu finden. In Cairns war es einfach und in Sydney standen wir ununterbrochen vor unserem Warehouse. Jedes Parkhaus in Brisbane war viel zu klein für unseren Hi-Top-Campervan. Als wir dann dachten, wir hätten eins gefunden, gehörte das zu einer High School. Glück im Unglück: Ein Mann hat uns darauf hingewiesen, woraufhin wir ihm unser Problem erklärten. Er hat dann einfach gesagt, wir können uns vor seine Firma stellen bis wir wieder zurückkommen. Da war eigentlich absolutes Halteverbot, aber wir haben dann einen Zettel gekriegt und direkt neben der Lagune war es auch noch. Jackpot! Also ab in die Lagune und so dahingebrutzelt. Es war so unfassbar heiß an dem Tag, aber die Lagune war perfekt dafür. Einfach wie ein riesen Freibad mitten in der Stadt. Die Mädels mussten dann irgendwann wieder los, weil die als Au-Pair arbeiten. Wir haben uns dann dafür entschieden, einzukaufen, wieder zu dem Campingplatz von der letzten Nacht zu fahren und am nächsten Tag in alter Frische uns auf den Weg nach Melbourne zu machen. Natürlich haben wir abends wieder Deutsche auf dem Platz kennengelernt. Ein paar Münsteraner (Preussen-Fans, Papa), Baden-Würtenberger und Berliner. Wir haben ein Bisschen was getrunken, aber sind dann auch relativ zeitig ins Bett, damit wir morgens fit für den Lamington National Park sind. Fortsetzung folgt...

Surfers Paradise

Straaaand

Nochmal danke, Jan! #lebensretter

RED Clothing auch mal wieder promotet in Brisbane


in der Lagune

Lage zu Gast in Brisbane

Tuesday, 22 December 2015

Arbeit, Arbeit & Byron Bay

Heeeeey mich gibt's auch noch!
Also, wo war ich stehen geblieben? Vor unseren zwei Wochen Arbeit glaube ich. Die Zeit kann ich auch recht kurz zusammenfassen. Wir haben in unserem Van direkt auf dem Parkplatz vor dem Lager wo wir gearbeitet haben, gewohnt. Der Chef hat uns das erlaubt und der Arbeitsweg war dadurch nur 20sek für uns, was ziemlich gut war. Naja, zumindest haben wir jeden Tag um 6:30 morgens angefangen zu arbeiten und um 16 Uhr hatten wir Feierabend. Meist sind wir dann noch nach Sydney in die Stadt zu unserem alten Hostel gefahren oder haben uns mit Freunden irgendwo getroffen. Einen Abend waren wir bei unserem englischen Arbeitskollegen, samstags waren wir einmal mit unseren ganzen Arbeitskollegen ein Bisschen feiern und am letzten Abend in Sydney waren wir dann nochmal bei einem australischen Arbeitskollegen eingeladen. Bei dem Engländer wurden wir auch direkt am 25.12. zum großen Weihnachtsessen eingeladen. Auf jeden fall ist das wichtigste, dass wir zwei Wochen gearbeitet haben und die Beiden wieder Geld auf ihren Konten haben.
Soooo am Freitag konnten wir dann endlich losfahren um unseren Roadtrip zu beenden! Weil uns kleine Fahrten am Stück zu langsam sind, sind wir mal wieder von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens durchgefahren. Bzw Samu ist acht Stunden gefahren und ich eine. Der Typ ist völlig schmerzfrei. Am Ende waren wir dann aber doch so gerädert, dass wir entschieden haben, lieber einen freien Campingplatz 100km vor Byron Bay aufzusuchen. Als wir grade am frühen Morgen auf den Campground fahren wollen, schon wieder die erste positive Überraschung. Die Kängurus haben uns schon erwartet und wollten vor lauter Freude über uns gar nicht von der Straße. Da brauch man sich echt nicht zu wundern, warum so viele überfahren werden. Wenn man nicht grad 10cm vor denen ist, bewegen die sich kein Stück. Also haben wir von 6 Uhr bis 12 Uhr noch geschlafen und ich bin dann die letzten 100km bis nach Byron Bay gefahren.
Byron Bay ist einfach eine Hippie Stadt. Alle Menschen tragen bunte Klamotten, Rastas und leben komplett ihren Reggea-Bob Marley-Lifestyle. Jede Menge Menschen am surfen und man hat das Gefühl, die ganze Stadt hätte gute Laune. Wir haben dann von einem großen Hostel namens Arts Factory gehört, wo man auch relativ günstig mit dem Campervan stehen und schlafen kann. Natürlich hatten die am Samstag nachmittag nichts mehr frei, weswegen wir einen etwas teureren Campingplatz in der Nähe genommen haben. Am nächsten Tag haben wir dann erst mal einen Strandtag eingelegt nach der Zeit in Sydney ohne Zeit für Strand. Also so große Wellen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Die waren so unfassbar groß, in Sydney hätten die da schon längst den Strand gesperrt. Aber es war sehr sehr lustig. Abends haben wir dann noch etwas gegessen und dann auch zum Glück einen Platz in der Arts Factory bekommen, wo wir noch den restlichen Abend verbracht haben. Schlauerweise haben wir uns morgens um unseren Surfkurs gekümmert und den direkt für den nächsten Tag gebucht.
Morgens sind wir mit einem Shuttle Bus von der Surfschule abgeholt worden und wurden zu einer Bucht gebracht. Nach den Einweisungen durften wir ins Wasser und unser Glück versuchen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, mich völlig blöd anzustellen und das dieses eine Mal auszuprobieren und danach mein Surfboard wieder an den Nagel zu hängen :-D. Aber erstaunlicher Weise war genau das Gegenteil der Fall. Nach einigen Versuchen stand ich auf dem Brett und es hat echt mega viel Spaß gemacht. Es wurd immer besser und genau an dem Punkt, wo man dann schon recht sicher wurde, war der Kurs leider schon wieder vorbei. Deswegen werde ich auf jeden Fall in meiner restlichen Zeit in Australien nochmal irgendwo surfen. Außer den Haien spricht eigentlich nichts dagegen... Nach dem Kurs waren wir so dermaßen gerädert, dass wir nur noch eine Pizza gegessen haben und uns dann entspannt in den Van gelegt haben.
Vor dem Surfkurs haben wir uns noch um eine Tagestour für den nächsten Tag mit dem Party-Bus nach Nimbin gekümmert. Wenn ich Byron Bay als Hippie Stadt beschrieben habe, weiß ich nicht wie ich Nimbin noch beschreiben soll. Also Nimbin ist im Prinzip nur eine Straße mitten im Urwald, wo im Prinzip alles legal ist. Es leben noch ziemlich viele Aborigines da und allgemein ist die ganze Stadt circa 10 Jahre in der Zeit zurück. Und da ist wirklich jeder Laden bunt, jeder Mensch läuft mit bunten Sachen und Rastas rum. Also das muss man wirklich mal gesehen haben. Inbegriffen in der Tour war der super luxoriöse Bus, der Tourguide, der völlig zu war und ein Barbecue am Mittag. Achja, und die Rückenschmerzen von der Fahrt waren auch gratis. Aber es war ein ziemlich lustiger Tag, die Tourguides in Australien sind einfach alle so verrückt, dass jede Tour ziemlich witzig ist. Gestern stand dann abends nach dem Trip nicht mehr viel an, außer die obligatorische Pizza von Dominos am Abend.
Heute machen wir noch einen Beachwalk zum Leuchtturm, weil wir gehört haben, dass man das in Byron Bay auf jeden Fall machen muss. Und danach geht es weiter Richtung Brisbane. Heute wollen wir an irgendeinem schönen Ort einen freien Campingplatz finden und die Planung für Donnerstag steht noch nicht ganz. Freitag treffe ich mich mit einer Freundin aus Lage, die in Brisbane wohnt und lasse mir mal ein wenig die Stadt zeigen. Und ab Samstag geht es dann 2.000km nach Melbourne runter inklusive einige schöne Nationalparks hoffentlich. Fortsetzung der anderen Tage folgt..

Kakadu in der City ganz normal

In Sydney haben wir mal wieder richtig gezaubert
Feiern mit den Warehouse-Kollegen
Anthony und ich hatten Spaß
hast du schön gemacht, Samu
Abschiedsselfie mit Alex
Surferboooooy
Fahrt nach Nimbin
Picknick-Spot auf dem Weg nach Nimbin


 
Leuchtturm in Byron Bay
Byron Bay am Leuchtturm
und nochmals der Leuchtturm mit Blick auf Byron
 

Monday, 14 December 2015

Kurze Info

Hey, ich melde mich auch mal wieder. Falls irgendwer hier Posts vermisst: Wir beenden grad unseren Roadtrip und haben nicht allzu viel Zeit für WLAN Spots, wo ich meine Bilder hochladen könnte. Aber am 22. Dezember ziehen wir in Sydney in unsere neue Wohnung ein und dann wird das alles nachgeholt. Ich hoffe ihr haltet es noch aus ;-). Bis denne!

Saturday, 21 November 2015

Fraser Island & a lot of problems

Da bin ich wieder meine Freunde!
Aaaalso wo war ich stehen geblieben? Ich glaube bei den Whitsundays. Also nachdem wir in Airlie Beach abgereist sind, sind wir Richtung Rainbow Beach gereist, der Ort wo man für Fraser Island eincheckt. Wir sind also zu dem Hostel gefahren und kamen am 10. in Rainbow an. Der Trip war folgendermaßen: Mit 4 Allrad Jeeps in 8er Gruppen über Fraser brettern mit einem Tourguide. Abends in einem Bushcamp schlafen und alles außer Alkohol all inclusive. Die Einweisung für mich war ziemlich langweilig weil ich, da ich noch nicht 21 bin, nicht fahren durfte. Nach dieser Veranstaltung war schon der erste lustige Zufall. Wir hatten ein Band am Arm mit einer Nummer und einem Schlüssel. Irgendwann habe ich mich verständlicherweise dann mal gefragt, wofür die eigentlich sind. Bei der Rezeption gefragt: Ja, für euer Zimmer. Hatten wir mal wieder richtig gut alles durchgelesen. Wir hatten noch eine Übernachtung vor und eine nach Fraser umsonst mit drin. Die Freude war dementsprechend groß. Duschen!! Außerdem erwähnenswert: Jeder hat uns vorher gesagt, Rainbow Beach sei nicht mehr als die Überfahrt auf Fraser. Dem kann ich so nicht zustimmen! Mir hat es z.B. viel mehr getaugt als Airlie Beach, dem Ballermann Australiens wie ich es nenne. Rainbow Beach ist sehr klein und im ersten Moment nichts besonderes. Aber das hat sich komplett geändert nachdem wir den Sunset Walk mit unserer Gruppe am Abend vor Fraser gemacht haben. Ich habe in meinem Leben noch nie so einen schönen Sonnenuntergang gesehen. Aber mehr zu Rainbow nach dem Text über Fraser!
Am nächsten Tag ging es dann auch schon los auf Fraser. Wir hatten eine Gruppe mit 3 Deutschen (juhu, schon wieder Deutsche..), einer Holländerin und einer Mexikanerin. Alle haben sich aber gut verstanden und so ging es dann gut gelaunt auf die Fähre. Erste Enttäuschung: Keine Delphine gesehen. Naja, egal, los gings. Samu als Fahrer und ich als DJ für unser Car auf dem Beifahrersitz mit der Herrschaft über das AUX-Kabel. Ja, was soll man zum Fahren mit einem Jeep am Strand auf einer wunderschönen Insel sagen? War richtig, richtig geil. Zum Mittagessen gab es jeden Tag Wraps und Zutaten zum Einrollen. Wir haben immer nur die Zutaten gekriegt und was jede Gruppe draus gemacht hat blieb dann jedem selbst überlassen. Das war aber ziemlich cool, weil man dann in der Gruppe immer zusammen essen gemacht hat und man etwas mehr auf sich selber gestellt war als wenn man alles nur dahin gestellt kriegt. Nach einem kleinen Walk zu einem wunderschönen See sind wir dann auch schon ins Camp gefahren, um Nudeln zu essen (juhu, mal Nudeln) und das trinken anzufangen. Man muss dazu sagen, dass wir mit Abstand den witzigsten Tourguide hatten den man sich vorstellen kann. Nach eigener Aussage 59 (sehr zweifelhaft) und ein Vollblut-Australier. Wie viel Spaß wir mit dem hatten, unfassbar. Sein Führungsauto war einfach eine Disco. Ein mal sind wir bei ihm mitgefahren und es war auf jeden Fall die lustigste Fahrt. Den kann man aber einfach nicht in Worten beschreiben, den muss man gesehen haben.
Naja, zu unserem Camp: Ein richtiges Bushcamp aber es hatte eine Menge Stil wie ich fand. Überall diese Leute mit ihren Fraser Trips und gute Laune und gutes Wetter und ja, es hat einfach alles gepasst. Der erste Abend war auch dementsprechend hart vom Alkohol her. Aber keine Details, jeder war betrunken.
Am zweiten Tag war das Grundprinzip wieder das gleiche. Viel rumfahren mit den Jeeps, schöne Spots mitnehmen wie den Champagne Pool oder einen Creek wo 50 Frischwasser Flüsse in einander fließen und aus dem man sogar trinken kann. In den konnte man sich ganz am Ende hinlegen und wurde von der Strömung wieder bis ganz zum Anfang getrieben. Mittagessen war das gleiche wie am ersten Tag. Abends war im Prinzip auch wieder das selbe Prozedere, nur mit einem leckeren Barbecue statt Nudeln. Getrunken habe ich am zweiten Abend dann nicht mehr so viel, der ganze Wein am ersten Abend hat mir dann doch gereicht.
Am letzten Morgen wurden wir dann richtig früh geweckt. Wir wollten noch zu dem eigentlich schönsten Punkt von Fraser, dem Lake McKenzie. Also alle Sachen zusammen gepackt und dahin gebrettert. Wieder mal einfach wunderschön. Glasklares Wasser und ein richtig schöner Strand. Besonders mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück. 270 Regentage im Jahr auf Fraser und wir hatten an drei Tagen nur zwei Stunden Regen. Nach dem obligatorischen Mittagessen ging es auch schon wieder mit der Fähre zurück. Und wieder keine Delphine.. Alles in Allem kann ich aber sagen, dass der Trip Whitsunday auf jeden Fall nochmal übertroffen hat. Wahrscheinlich lag es daran dass Samu auch noch dabei war und die Gruppe einfach allgemein so gut gepasst hat. Die 3 Tage+Rainbow Beach waren schon die Schönsten bisher in Australien. Nicht mal die Orte haben es auf Fraser ausgemacht sondern eher die gesamte Mischung. Respekt an die, die diese Reise veranstalten und unseren Tourguide Muzzo!
Nach zwei weiteren schönen Tagen Rainbow Beach mit erneutem Sunset und allem haben wir uns aber auch wieder auf den Weg gemacht. Rainbow hat mir aber so gefallen, dass ich eventuell nochmal wiederkomme in den nächsten Monaten. Das Hostel war so schön und es war alles nicht so überlaufen wie in Airlie Beach.
Noosa haben wir übrigens jetzt erstmal auf später verschoben weil wir erstmal bei dem Cousin von Samus Vater in Brisbane arbeiten wollten. So und jetzt kommts! Wir sollten ihn einige Tage vorher anrufen und haben die Jobgarantie gekriegt. Tage vorher ist er dann natürlich nicht mehr ans Handy gegangen. Schon erste komische Gefühle bei uns. Als er dann immer noch nicht an sein Telefon gegangen ist, als wir schon in Brisbane waren, haben wir einfach mal seine Adresse rausgesucht und sind dahin gefahren. Der gute Rifat hat eine riesen Villa mit Pool und allem drum und dran. Als er aber nicht zuhause war, wollten wir ihn am Montag erneut aufsuchen. Naja und jetzt kommts: Satt einem 'Nice to meet you' oder ähnlichem, war sein erster Satz 'I can't help you Buddies' und hat uns dann so schnell es ging abgewimmelt. Jetzt standen wir also in Brisbane. Jona der einzige mit Geld, mitten in Brisbane ohne Job. Danke an dieser Stelle nochmal an Papa für die Spende in die Mannschaftskasse. Sonst hätte ich die Beiden durchfüttern müssen :-D. Naja also haben wir eine ganz verrückte Idee gehabt. Im 1000km entfernten Sydney angerufen und nach unserem alten Job im Lager gefragt. Passend zum Tag hatte er natürlich nur einen Job frei. Also man kann zusammenfassen, dass dieser Montag der mit Abstand schlimmste Tag in Australien war bisher.
Aber alles hat einen Sinn! Am nächsten Tag saßen wir morgens am Van und haben gesagt, dass heute ein besserer Tag wird. Nichtsahnend sitzen wir also gegen Mittag in der Bibliothek in Cairns. Erst haben wir uns einen Bibliothek Account gemacht, damit wir das WLAN nutzen können. Grade will ich den Blog anfangen, da erscheint die Nummer von unserem Chef auf Samus Telefon. Danach war Samu 5 Minuten weg, als er auf einmal in die Bibliothek reinrennt und Freudensprünge macht. Warum auch immer sind zwei neue Jobs frei geworden im Warehouse. Es hat circa 20 Minuten gedauert, da saßen wir schon im Van. Und 14 Stunden später sind wir im 1.000km entfernten Sydney angekommen. Nach zwei Stunden Schlaf fing dann auch direkt der erste Arbeitstag.
Also kann man sagen, dass ziemlich viel Verrücktes in letzter Zeit abgegangen ist. Ich hatte wegen dem ganzen Jobstress und Fraser auch wenig Zeit um weiter zu schreiben aber ich denke, wenn wir in zwei Wochen mit Geld aus Sydney weggehen, entspannt sich das wieder. Dann setzen wir den Trip nämlich fort. Erst wieder 1.000km hoch und dann da weiter wo wir letzte Woche aufgehört haben. Die nächsten zwei Wochen werde ich wohl eher weniger schreiben, weil wir jeden Tag bis 16 Uhr im Warehouse arbeiten und dann meist nur noch im Hostel kochen und nichts Besonderes mehr machen. Also viele Grüße nach Deutschland, erfriert mir nicht und bis dahin!
Rainbow Beach
unsere Jeeps

Der erste Stop auf Fraser

Die kleinen süßen Dingos

altes Schiffswrack

Champagne Pools

Jelly Fish baaah

Leider nicht das beste Wetter

unser Camp

Team Hotbox

Lake McKenzie

Lake McKenzie

mein schwarzer Bruder Josh

Die ganze Gruppe nochmal

Letzter Sunset in Rainbow